Beim
Orientierungslauf werden Kontrollpunkte im Gelände
in vorgegebener Reihenfolge angelaufen, welche auf
einer Karte eingezeichnet sind. Sie müssen in
möglichst kurzer Zeit auf einer selbst gewählten,
beliebigen Route angelaufen werden. Die
Kontrollpunkte werden Posten genannt. Es handelt
sich dabei um rot-weisse prismenförmige Schirme, an
denen eine mechanische oder elektronische
Markierungsvorrichtung (Zange, SI-Station oder
EMIT-Station) montiert ist.
Die Herausforderung dieser Sportart ist das
selbständige Planen und Finden der schnellsten Route
zu den einzelnen Posten. Kein Lauf gleicht dem
anderen, weshalb eine grosse Abwechslung gegeben
ist. Aufgrund dieser Abwechslung schaffen auch
Spitzenorientierungsläufer meist keinen fehlerfreien
Lauf. Die wechselseitige Beziehung erfordert bei
dieser Sportart nicht nur läuferische Kondition,
sondern auch eine gute Konzentrationsfähigkeit beim
Orientieren, weshalb nur eine gute Kombination von
beidem zum Erfolg führt.
Orientierungslauf findet hauptsächlich in Wäldern
statt, deshalb wird diese Form des Laufsports in
ihrem Herkunftsland Schweden auch Skogssport
("Waldsport") genannt. Mittlerweile haben sich
jedoch auch Formen entwickelt, bei denen in
Parkanlagen, Stadtgebieten oder sonstigen offenen
Flächen gelaufen wird.
Die häufigste Wettkampfform ist der Einzel-OL.
Daneben finden vereinzelt auch Mannschafts- und
Staffelwettkämpfe statt. Beim Einzel-OL gibt es drei
verschiedene Disziplinen, die sich vor allem in der
Distanz unterscheiden. Für den "Sprint" brauchen
Spitzenläufer 15 Minuten. Für die "Mitteldistanz"
rechnet man mit Zeiten zwischen 30 und 40 Minuten.
Bei der "Langdistanz" können die Eliteläufer
zwischen 60 oder gar 90 Minuten unterwegs sein. Die
Kilometer und Höhenmeter variieren je nach Gelände
sehr stark.
Neben den Elitekategorien gibt es Kinder-, Jugend-,
Junioren-, Senioren- und Anfängerkategorien -
jeweils für Frauen und Männer bzw. für Mädchen und
Knaben getrennt. Je nach Kategorie unterscheiden
sich die Anzahl der Posten, die Streckenlänge und
die Schwierigkeit der Postenstandorte.